Krimicafe Goldstein
Mittwoch 18. Juli 19.00 - 20.30 Uhr
Krimicafé
Volker Kutscher: "Goldstein"

Die Teilnehmer des Krimicafés besprechen den Kriminalroma "Goldstein" von Volker Kutscher.

Raths dritter Fall ist ein harter Brocken: Abe Goldstein, jüdischer Gangster aus Brooklyn, mischt Berlin auf.

Berlin 1931: Die Wirtschaftskrise verschärft sich, die Auseinandersetzungen zwischen SA und Rotfront werden gewalttätig, unter den Ringvereinen tobt ein Machtkampf und Gereon Rath bekommt den Auftrag, den US-Gangster Abraham »Abe« Goldstein zu beschatten. Aus einer Gefälligkeit für das Bureau of Investigation wird ein tödlicher Wettlauf.

Es beginnt im KaDeWe. Alexandra, genannt Alex, und Benny, beide obdachlose Gelegenheitsdiebe, lassen sich im prächtigsten Konsumtempel der Stadt einschließen, um Schmuck und Uhren zu erbeuten. Doch was bei Tietz und Karstadt noch ein Kinderspiel war, geht nun fürchterlich schief. Am Ende kann Alex knapp entkommen, muss aber mit ansehen, wie Benny von der Balustrade stürzt – und dass ein Schupo daran beteiligt war. Von da an wird sie gejagt.

Gereon Rath hingegen langweilt sich auf seinem Beobachtungsposten im Hotel Excelsior, in dem Goldstein Quartier bezogen hat. Der Gangster scheint sich damit abgefunden zu haben, unter Beobachtung der Polizei zu stehen. Dass Goldstein sich längst frei in der Stadt bewegt und dort eine Waffe besorgt hat, ahnt niemand. Unterweltboss Johann Marlow zwingt Rath derweil zu einer privaten Ermittlung: Der rote Hugo, Chef des Ringvereins Berolina und Marlows Geschäftspartner, ist verschwunden. Schnell gerät Gereon zwischen die Fronten eines Bandenkriegs.

Und dann ist da noch Charly Ritter, die Nochimmernicht-Verlobte von Gereon Rath, die mittlerweile ihr Juraexamen bestanden und den Vorbereitungsdienst im Amtsgericht Lichtenberg angetreten hat. Als sie eine junge Obdachlose, die ohne Fahrschein in der S-Bahn erwischt wurde, bei der Vernehmung entwischen lässt, berühren sich ihre Ermittlungen mit denen Gereons – und sie bekommen richtig Krach.

 

Eintritt frei.


Samstag 7. Juli
Sommerpause vom 7. Juli bis 27. August
Ab dem 28. August sind wir wieder für Sie da.

Eichendorff
Dienstag 3. Juli 10.30 Uhr
Literaturcafé
Joseph von Eichendorff: "Aus dem Leben eines Taugenichts"

Die Teilnehmer des Literaturcafés besprechen und diskutieren die Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff.

Ein Müller ist so unzufrieden mit seinen Sohn, den er einen Taugenichts nennt, dass er ihn von der Mühle wegschickt. Der jedoch ist kein bisschen traurig: „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt.“ Unbekümmert nimmt der Sohn seine Geige und verlässt sein Dorf, ohne ein festes Ziel vor Augen. Schon bald hält neben ihm eine Kutsche, in der zwei Damen sitzen, die Gefallen an seiner Musik finden …

Eintritt frei.

 


Verb Buecher AsThumb
Mittwoch 27. Juni 19.30 Uhr
Sommerakademie 2018
"Verbotene Bücher"
Hub Nijssen: Verbotene Bücher in der DDR – von Huchel, Biermann, Kunze und anderen

 

In der DDR bestimmte die Partei, welche Bücher gedruckt werden durften. Einige Autoren bauten die DDR mit auf, erfuhren aber im Laufe der Zeit immer größere Probleme, ihre Werke zu veröffentlichen oder wurden sogar eingesperrt oder körperlich unter Druck gesetzt. Die Regierung wollte Exempel setzen, die die anderen Autoren und Künstler einschüchtern sollten. Das heute bekannteste Beispiel ist der Sänger Wolf Biermann, der bereits seit 1964 Auftrittsverbot hatte Er wurde 1976 während eines Konzerts in Köln ausgebürgert und konnte daher nicht mehr in seine Heimat zurückkehren. Es kam jedoch anders, als die Regierung dachte: Viele Künstler engagierten sich für Biermann und aüßerten Protest. Wie in den 30er Jahren wanderten die besten Schriftsteller aus: Reiner Kunze, Günter Kunert, Sarah Kirsch, Bernd Jentzsch und viele andere.

Doch bereits in den 50er Jahren wanderten Schriftsteller aus der DDR aus, während Biermann gerade in die DDR einreiste, um dort zu studieren. Seit dem Mauerbau 1961 war der freie Grenzverkehr jedoch ausgeschlossen und den Künstlern war klar: Jetzt müssen wir die Forderungen der Partei erfüllen, sonst droht uns (Haus)Arrest. Am Beispiel des damals weltbe­rühmten Peter Huchel, Chefredakteur der Zeitschrift der Akademie der Künste Sinn und Form, wollte sie klarstellen, dass Ausnahmen nicht mehr geduldet wurden. Erst nach neun Jahren Hausarrest und einer PR-Kampagne im Westen von Heinrich Böll und Graham Greene durfte Huchel ausreisen. An Hand von Gedichten aus den Bänden "Chausseen Chausseen" und "Gezählte Tage" wollen wir klar machen, wie ein sogenannter Naturlyriker „durch die Blume sprechen muss“, um schließlich Klartext zu reden. Dabei wird auch ein Beispiel aus dem Jahr 1933 gegeben, denn Huchel hat zwei Diktaturen überlebt.

 

Anmeldung unter: info@deutschebib.de

Eintritt: 8,00 Euro, ganze Reihe 22,00 Euro

 


Verb Buecher AsThumb
Mittwoch 20. Juni 19.30 Uhr
Sommerakademie 2018
"Verbotene Bücher"

Wolfgang Herrlitz: „Dort steht ja der Kästner!”
Anmerkungen zur Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 und: „Kästner, Erich: alles außer Emil”.

 

Am 10. Mai 1933 wurden in vielen deutschen (Universitäts-)Städten auf Initiative der Deutschen Studentenschaft Bücher „undeutschen Geistes“ verbrannt, aus Bibliotheken und Buchhandlungen entfernt und verboten. Erich Kästner war – als einer der ganz wenigen betroffenen Autoren – Augen­zeuge der Verbrennung seines literarischen Werks – „alles außer: Emil“ – auf dem Opernplatz in Berlin. Und er blieb auch – „mit geballter Faust in der Tasche“ – während der zwölf Jahre des Tausendjährigen Reiches in Deutschland, schloss sich also nicht der Emigration der deutschen Intellektuellen an.

Warum erregten Kästners Gedichtbände, sein Ro­man "Fabian", seine Romane für Kinder wie "Pünkt­chen und Anton" und "Das fliegende Klassenzimmer" einen so abgrundtiefen Hass der Nationalsozialisten, dass Kästner auf den schwarzen Listen der zu verbietenden und zu verbrennenden Bücher stand? Warum war "Emil und die Detektive" (1929) die Ausnahme? Warum entschloss sich Kästner zu bleiben und nicht (trotz vieler Gelegenheiten) zu emigrieren – was sprach für Nazi-Deutschland und gegen, sagen wir, Kalifornien?

 

Anmeldung unter: info@deutschebib.de

 

Eintritt: pro Abend 8 Euro, ganze Reihe 22 Euro

 


Hist. Lesecafe Weimar
Dienstag 19. Juni 10.30 - 12.00 Uhr
Historisches Lesecafé
Klaus Günzel: "Das Weimarer Fürstenhaus - Eine Dynastie schreibt Kulturgeschichte"

In diesem neuen Lesecafé besprechen und diskutieren die TeilnehmerInnen historische Romane, Biografien und leichte Geschichtsliteratur".

 
Am Weimarer Hof wurde eines der glanzvollsten Kapitel der europäischen Kulturgeschichte geschrieben. Vor allem die Frauen prägten das Gesicht der Dynastie: Herzogin Anna Amalia machte aus dem unbedeutenden Kleinstaat eines der wichtigsten geistigen Zentren des 18. Jahrhunderts. Als ihr Sohn Karl August den jungen Goethe an den Weimarer Hof holt, beginnt der Aufstieg des Fürstenhauses zum strahlenden Mittelpunkt der deutschen Klassik. – Mit leichter Feder zeichnet Klaus Günzel die Geschichte der Weimarer Dynastie und beleuchtet dabei auch die menschlichen Licht- und Schattenseiten ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten.


Eintritt frei.

 


Lesen und Basteln
Samstag 16. Juni 10.30 - 12.00 Uhr
Vorlesen und Basteln für Kinder von 4 bis 7 Jahren

Astrid Lindgren: "Na klar, Lotta kann Radfahren"

 

Anmeldung erbeten: info@deutschebib.de

 

Eintritt frei.

 


Verb Buecher
Mittwoch 13. Juni 19.30 Uhr
Sommerakademie 2018
"Verbotene Bücher"

Hans Ester: "Franz Werfel 'Die vierzig Tage des Musa Dagh'"


Franz Werfels Roman "Die vierzig Tage des Musa Dagh" erschien 1933. Werfel war während seiner Reise durch den Nahen Osten 1920 in Anatolien mit Zeitzeugen des Mordes an den Armeniern in Berührung gekommen. Die jungtürkische Regie­rung fasste 1915 den Entschluss, die armenische christliche Minorität auszurotten. Werfel beschreibt das Schicksal der Armenier anhand der Erlebnisse einer armenischen Familie.

Als wichtigste Quelle für sein Werk benutzte Werfel die Berichte, die der evangelische Theologe und Orientalist Johannes Lepsius 1919 veröffentlicht hatte. Lepsius spielt in Werfels Roman eine bedeutsame Rolle.

Werfels Roman, dessen ethische Tendenz eine deutliche Parallele zu Werfels Haltung in eigener Zeit darstellt, wurde kurz nach der nationaloziali­stischen Machtergreifung verboten. Die Begeiste­rung der Armenier für den Roman und seinen Autor war groß. Von einem armenischen Priester rührt die Aussage her: „Wir waren eine Nation, aber erst Franz Werfel hat uns eine Seele gegeben.“

Anmeldung unter: info@deutschebib.de

Eintritt: 8,00 Euro, ganze Reihe 22,00 Euro


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