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Donnerstag 9. März 20.00 Uhr
Kino Club Goethe
"Die Fremde" (Feo Aladag 2010)

Einführung: Sabine Wolff

Schrecken, ganz ohne Schleier: Die monströse Geschichte eines Ehrenmordplans aus intimer Perspektive erzählt. In "Die Fremde" wird eine junge Türkin von der eigenen, eigentlich gut integrierten Familie für vogelfrei erklärt. Der bedingungslose Film bietet Sibel Kekilli die zweite große Rolle ihres Lebens (aus: www.spiegel.de)  


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Dienstag 7. März 10.30 Uhr
Literaturcafé
Katja Petrowskaja: "Vielleicht Ester"

Hieß sie wirklich Ester, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete - wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, 'mit nachlässiger Routine' - wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut? Wenn aber schon der Name nicht mehr gewiss ist, was kann man dann überhaupt wissen?

Die Autorin reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches. 


Dienstag 21. Februar 20.00 Uhr
Literaturabend

Wir stellen einige unserer Neuerwerbungen vor, lesen aus den Büchern vor und erzählen über ihren Inhalt sowie die Autor(inn)en. 

 

Folgende Bücher stehen auf dem Programm:

 

Wolf Biermann: "Warte nicht auf bessre Zeiten"

Die Autobiographie des Liedermachers und Bürgerrechtlers Wolf Biermann 

Joachim Meyerhoff: "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke"

Von Einem, der auszog, Schauspieler zu werden - und bei den Großeltern einzieht.

Ralf Rothmann: "Im Frühling sterben"

In eindringlichen Bildern erzählt Ralf Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr in Ungarn.

Bov Bjerg: "Auerhaus"

Der Autor beschwört in seinem Buch in schönen Worten die Freiheit der Jugend. 

Bodo Kirchhoff: "Widerfahrnis"

Über Liebe, Italien und das Scheitern. Die Novelle wurde 2016 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Angelika Overath: "Alle Farben des Schnees - Senter Tagebuch

Wie lebt es sich an einem Sehnsuchtsort in den Bergen?

 

Vorgestellt werden diese Neuerwerbungen von Tiny Hilema, Carola Witte und Sabine Wolff.

Einführung und Moderation: Anne-Christine Hoegen 

Eintritt frei.


Kinderlesen5
Samstag 18. Februar 10.30 Uhr
Vorlesen und Basteln für Kinder von 4 bis 7 Jahren

Wir lesen Sergej Prokofjew „Peter und der Wolf“. Um Anmeldung wird unter info@deutschebib.de gebeten.


Deutsch AsThumb1
Montag 13. Februar 19.30 - 21.00 Uhr
Sprachcafé

Sie wollten schon immer Ihr Deutsch verbessern?

Das Sprachcafé bietet Ihnen die Möglichkeit, ungezwungen im Gespräch mit Muttersprachlern die Sprache zu erlernen.
Keine Unterrichtsstunden, keine Hausaufgaben, einfach vorbeikommen und mitmachen!

Für wen ist es?
- Für Alle, die Interesse an der deutschen Sprache und Kultur haben.
- Einige Deutschkenntnisse (middelbare school) sind erforderlich.

Wie geht es?
- In Kleingruppen unterhalten Sie sich über aktuelle und kulturelle Themen.
- Anmeldung über die Webseite: www.deutschebib.de
oder über die Mail: sprachcafe@deutschebib.de
oder telefonisch (während der Öffnungszeiten): 070 - 355 97 62
- Teilnahme ist gratis. Wir bitten jedoch, Mitglied der Bibliothek zu werden:
€ 30,00 pro Jahr, Schüler/Studenten/65+ € 25,00.


Sander allseits 11
Donnerstag 9. Februar 20.00 Uhr
Kino Club Goethe
"Die allseitig reduzierte Persönlichkeit" (Helke Sander, 1977)

Einführung: Peter Bosma

Der Film zeigt den Alltag einer alleinerziehenden Mutter, die als freiberufliche Fotographin in Westberlin lebt. Mit ihren bescheidenen Honoraren hält sie sich mit Mühe über Wasser, erledigt den Haushalt und kümmert sich um ihre Tochter. Zusammen mit einer Gruppe Frauen erhält sie den Auftrag, das Leben in Berlin bildlich zu dokumentieren. Bei dem Versuch, kritisch auf vernachlässigte Aspekte der Stadt hinzuweisen, stößt sie schnell an die persönlichen und politischen Grenzen ihres Engagements.   


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Dienstag 7. Februar 10.30 Uhr
Literaturcafé
Robert Seethaler: "Ein ganzes Leben"

Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt - aber so genau weiß es keiner. Er wächst zu einem Hilfsknecht heran und baut mit einem Arbeitstrupp eine der ersten Bergbahnen, mit der die Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.

Eine einfache und tief bewegende Geschichte.


Preisendrfer Reisen Lutherzeit 4 Juli11
Montag 6. Februar 20.00 Uhr
Autorenlesung
Bruno Preisendörfer
"Als unser Deutsch erfunden wurde"
Reise in die Lutherzeit

Einführung: Ulrich Thöle

 

Bruno Preisendörfer schaut Luther und vielen seiner Zeitgenossen über die Schulter, wir erleben ihr öffentliches Wirken, aber auch ihren Alltag.

"Ohne Luther .... hätte es die Lutherzeit nicht gegeben, so wenig, wie es eine Lutherbibel ohne Luther geben kann. ..." Aber: "Nur auf sich gestellt macht niemand Epoche, weder auf einem Reichstag in Worms noch in einer Studierstube auf der Wartburg. Auch Menschen wie Melanchthon waren von größter Bedeutung für diese Zeit, die wir nach dem zornigen Mönch aus dem Mansfeldischen nennen, der 1483 als Martin Luder geboren wurde und 1546 in Eisleben starb.

In dieser Lebensspanne vollzog sich ein Epochenumbruch. Auf jeder Ebene kam es zu dramatischen Veränderungen ..... Und doch lebte zwischen dem Neuen überall das Alte fort. Eroberer und Kaufleute stießen zu neuen Welten vor, Theologen zu neuen Glaubensvorstellungen, Wissenschaftler zu neuen Erkenntnissen, Techniker zu neuen Erkenntnissen. Aber gleichzeitig war die Mehrheit der Bauern ihren Herren leibeigen, die Mehrheit der Handwerker von ihren Zunftmeistern abhängig und die Gesamtheit der Tagelöhner ihren Auftraggebern ausgeliefert. Es loderten die Scheiterhaufen und die größte Hexenjagd der abendländischen Geschichte stand erst noch bevor.

Luther selbst blies noch einmal die mittelalterliche Hölle an mit seinem Predigeratem, geradezu besessen vom Teufel. Der Leibhaftige war für ihn keine Allegorie des Bösen, sondern dessen Verkörperung. ...

Die epochale Mittelstellung Luthers und seiner gesamten Gegenwart lässt Historiker heute abwechselnd von 'Spätmittelalter' und 'Früher Neuzeit' sprechen.... Wie sonst nur noch die Goethezeit ist die Lutherzeit historischer Projektionsraum und Mythenreservoir der deutschen Geschichte. Man steht davor und staunt und kann nicht anders." (Bruno Preisendörfer)    

 


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