Keyserling
Dienstag 4. Dezember 10.30 Uhr
Literaturcafé
Klaus Modick „Keyserlings Geheimnis"

Die Teilnehmer des Literaturcafés besprechen „Keyserlings Geheimnis" von Klaus Modick.

 

Im Jahr 1901 lädt der Dramatiker Max Halbe einige seiner Schwabinger Freunde ein, die Sommerfrische am Starnberger See zu verbringen. Keyserling, arriviert beim Publikum und unter den Kollegen beliebt, sitzt dort in jenen Tagen dem Maler Lovis Corinth Modell. Das legendäre Porträt wird den von der Syphilis gezeichneten Autor in geradezu faszinierender Hässlichkeit zeigen. Während ihrer Sitzungen erkundigt sich Corinth wiederholt nach der Vergangenheit des baltischen Grafen, nach seiner Jugend und Studentenzeit, um die sich Gerüchte ranken, bekommt jedoch nur ausweichende Antworten. Bei einem Konzertbesuch mit Frank Wedekind begegnet Keyserling einer Sängerin, die ihm trotz des unbekannten Namens merkwürdig vertraut erscheint. Handelt es sich womöglich um jene Frau, die ihn vor mehr als zwanzig Jahren in den Skandal verwickelte, der ihn zur Flucht nach Wien zwang und in Adelskreisen zur Persona non grata werden ließ?

 

Eintritt frei.


Literaturabend2
Donnerstag 29. November 19.30 Uhr
Literaturabend
Ausgewählte Neuerwerbungen

Mitarbeiter der Deutschen Bibliothek stellen ausgewählte Neuerwerbungen vor, informieren über Buch und Autor, lesen vor:

 

  • Uwe Timm: Ikarien
  • Torsten Schulz: Skandinavisches Viertel
  • Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Romane (Die Känguru-Chroniken, Das Känguru-Manifest, Die Känguru-Offenbarung, Die Känguru-Apokryphen)
  • Verschiedene Autoren: Krimibuchreihe "Es geschah in Berlin – Hermann Kappe ermittelt …"
  • Christoph Hein: Trutz

 

Eintritt frei.


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Donnerstag 22. November 19.30 Uhr
Geschichtsvortrag
Ingrid Laurien "Weltende: Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Gründung der Republik - zum Lebensgefühl in Deutschland um 1918"

Das Ende des Ersten Weltkriegs 1918 war eine der großen Zäsuren der europäischen Geschichte. Die Landkarte wurde völlig neu geordnet. Dennoch gab es auch Kontinuität. Die "Moderne" hatte sich bereits in der letzten Phase des Kaiserreichs herausgebildet, im Bewusstsein, eine neue Welt, einen "neuen Menschen" zu schaffen. Auf das "Augusterlebnis" 1914 folgte bald Ernüchterung. Die hohen Erwartungen der Deutschen an den Frieden führten 1918 zur Weigerung, ihre Situation realistisch zu sehen. Die neue Republik blieb eine "Republik der Außenseiter" (Peter Gay). Wirtschaftskrise, Entstehung einer neuen Massenkultur, das Aufkommen neuer sozialer Schichten veränderten in den Augen der verunsicherten Zeitgenossen die Welt bis zur Unkenntlichkeit. Dennoch begann 1918 eine zwar krisenhafte, aber außerordentlich fruchtbare Epoche, von deren kultureller und sozialer Kreativität wir noch heute zehren.

 

Grundlage des Vortrags bilden literarische Texte, aber auch Bestseller der Massenkultur.

 

Moderation: Sabine Wolff

 

Eintritt: 6,00 Euro, Mitglieder: 3,00 Euro

 

Foto: Pixabay (https://pixabay.com)


selbs Betrug
Mittwoch 21. November 19.30 Uhr
Krimicafé
Bernhard Schlink „Selbs Betrug"

Selb lebt in Mannheim. Er hat eine Vergangenheit als Nazi–Staatsanwalt, eine Gegenwart als Privatdetektiv und weiß nicht, ob er mit fast 70 Jahren noch eine Zukunft hat. Er raucht. Er hat eine Freundin, Brigitte, und einen Kater, Turbo. Er spielt Schach. Aber er löst seine Fälle nicht wie Schachprobleme. Er verstrickt sich in sie, und die Wahrheit, die er herausfindet, ist stets auch eine Wahrheit über ihn selbst.

 

Eintritt frei.


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Donnerstag 15. November 19.30 Uhr
Autorenlesung
Albert Ostermaier „Lenz im Libanon"

In Büchners Novelle zieht sich der Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz zurück, da er die bürgerliche Welt nicht mehr erträgt. Lenz in Ostermaiers Roman flüchtet aus seinem alten
Leben, aus einer schmerzlichen Affäre, aus einem Leben voller Gegensätze. Er entdeckt Beirut für sich, das ihm eine Lösung verspricht und damit ein Ende seiner Schreib- und Sinnkrise. Lenz irrt 2014 durch diese Stadt, gerät zwischen den Fronten unter Beschuss und flüchtet in Ruinen, findet sich wieder zwischen Liebenden und Hassenden. Er erinnert sich an den Bürgerkrieg, an Szenen, die er nicht erlebt haben kann, Albträume, denen er entkommen wollte.

 

In Zusammenarbeit mit der Stiftung C & K ─ Moderation: Tiny Hielema

 

Eintritt: 6,00 Euro, Mitglieder: 3,00 Euro


Sprachcafe3
Montag 12. November 19.30 Uhr
Sprachcafé

In zwanglosen Übungsgesprächen mit unseren Coaches frischen Sie Ihre Deutschkenntnisse auf.

 

Anmeldung erbeten: sprachcafe@deutschebib.de

 

Eintritt frei.


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Donnerstag 8. November 19.30 Uhr
Kino Klub Goethe
„Der junge Törless"

DE/FR 1966 | 87 Minuten | s/w
Regie: Volker Schlöndorff
Mit Mathieu Carrière und Marian Seidowsky
Deutsch mit deutschen Untertiteln
Einführung: Sabine Wolff

Österreich-Ungarn, Anfang des 20. Jahrhunderts: Am Erziehungsinstitut des jungen Internatszöglings Törless hat sich unter den gut betuchten Schülern eine Hierarchie von Macht und Wohlstand entwickelt. Als ein jüdischer Klassenkamerad sein Geld beim Würfeln verspielt und daraufhin als Dieb überführt wird, erlebt Törless, wie sich die Klassensprecher eine besondere Strafe für den Übeltäter einfallen lassen: Sie machen ihn zu ihrem Sklaven, erniedrigen und misshandeln ihn. Als Törless eingreifen will, erpressen sie ihn.

 

Eintritt: 6,00 Euro, Mitglieder: 3,00 Euro

 

Filmtrailer


verborgene wort
Dienstag 6. November 10.30 Uhr
Literaturcafé
Ulla Hahn „Das verborgene Wort"

Die Teilnehmer des Literaturcafés besprechen und diskutieren den Roman „Das verborgene Wort" von Ulla Hahn.

 

Ein Mädchen, Arbeiterkind, voller Neugier und Lebenswille sieht sich im Käfig einer engen katholischen Dorfgemeinde gefangen. Sie stößt an die Grenzen einer Welt, in der Sprache und Phantasie nichts gelten. Fast zerbricht sie an der Härte und Verständnislosigkeit der Eltern, die sie in den eigenen Lebensgewohnheiten festhalten wollen. Im Deutschland der fünfziger und frühen sechziger Jahre sucht das Mädchen seinen Weg in die Freiheit: die Freiheit des verborgenen Worts.

 

Eintritt frei.


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