Programm


monument 529835 1920
Donnerstag 22. November 19.30 Uhr
Geschichtsvortrag
Ingrid Laurien "Weltende: Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Gründung der Republik - zum Lebensgefühl in Deutschland um 1918"

Das Ende des Ersten Weltkriegs 1918 war eine der großen Zäsuren der europäischen Geschichte. Die Landkarte wurde völlig neu geordnet. Dennoch gab es auch Kontinuität. Die "Moderne" hatte sich bereits in der letzten Phase des Kaiserreichs herausgebildet, im Bewusstsein, eine neue Welt, einen "neuen Menschen" zu schaffen. Auf das "Augusterlebnis" 1914 folgte bald Ernüchterung. Die hohen Erwartungen der Deutschen an den Frieden führten 1918 zur Weigerung, ihre Situation realistisch zu sehen. Die neue Republik blieb eine "Republik der Außenseiter" (Peter Gay). Wirtschaftskrise, Entstehung einer neuen Massenkultur, das Aufkommen neuer sozialer Schichten veränderten in den Augen der verunsicherten Zeitgenossen die Welt bis zur Unkenntlichkeit. Dennoch begann 1918 eine zwar krisenhafte, aber außerordentlich fruchtbare Epoche, von deren kultureller und sozialer Kreativität wir noch heute zehren.

 

Grundlage des Vortrags bilden literarische Texte, aber auch Bestseller der Massenkultur.

 

Moderation: Sabine Wolff

 

Eintritt: 6,00 Euro, Mitglieder: 3,00 Euro

 

Foto: Pixabay (https://pixabay.com)


Literaturabend2
Donnerstag 29. November 19.30 Uhr
Literaturabend

Mitarbeiter der Deutschen Bibliothek stellen ausgewählte Neuerwerbungen vor, informieren über Buch und Autor, lesen vor:

 

  • Uwe Timm: Ikarien
  • Torsten Schulz: Skandinavisches Viertel
  • Marc-Uwe Kling: Die Käng*u*ru-Romane (Die Känguru-Chroniken, Das Känguru-Manifest, Die Känguru-Offenbarung, Die Känguru-Apokryphen)
  • Verschiedene Autoren: Krimibuchreihe "Es geschah in Berlin – Hermann Kappe ermittelt …"
  • Christoph Hein: Trutz
  • Robert Seethaler: Das Feld 

 

Eintritt frei.


Keyserling
Dienstag 4. Dezember 10.30 Uhr
Literaturcafé
Klaus Modick „Keyserlings Geheimnis"

Die Teilnehmer des Literaturcafés besprechen und diskutieren den Roman „Keyserlings Geheimnis" von Klaus Modick.

 

Im Jahr 1901 lädt der Dramatiker Max Halbe einige seiner Schwabinger Freunde ein, die Sommerfrische am Starnberger See zu verbringen. Keyserling, arriviert beim Publikum und unter den Kollegen beliebt, sitzt dort in jenen Tagen dem Maler Lovis Corinth Modell. Das legendäre Porträt wird den von der Syphilis gezeichneten Autor in geradezu faszinierender Hässlichkeit zeigen. Während ihrer Sitzungen erkundigt sich Corinth wiederholt nach der Vergangenheit des baltischen Grafen, nach seiner Jugend und Studentenzeit, um die sich Gerüchte ranken, bekommt jedoch nur ausweichende Antworten. Bei einem Konzertbesuch mit Frank Wedekind begegnet Keyserling einer Sängerin, die ihm trotz des unbekannten Namens merkwürdig vertraut erscheint. Handelt es sich womöglich um jene Frau, die ihn vor mehr als zwanzig Jahren in den Skandal verwickelte, der ihn zur Flucht nach Wien zwang und in Adelskreisen zur Persona non grata werden ließ?

 

Eintritt frei.


0001 1
Donnerstag 6. Dezember 19.30 Uhr
Kino Klub Goethe
„Nachtgestalten"

DE 1998 | 104 Minuten
Regie: Andreas Dresen
Mit Meriam Abbas und Dominique Horwitz
Deutsch mit deutschen Untertiteln
Einführung: Andrea Jost

Berlin bei Nacht: Hanna findet beim Betteln plötzlich einen 100 Mark Schein in ihrer Schachtel. Endlich kann sie sich ihren Herzenstraum erfüllen: eine Nacht mit Lover Victor in einem Hotelzimmer mit Bad. Nur wenige Straßen weiter fällt der naive Landwirt Jochen auf der Suche nach der käuflichen Liebe dem drogenabhängigen Straßenmädchen Patty in die Arme. Und Altyuppie Hendrik Peschke stolpert auf dem Flughafen über den nicht abgeholten, ängstlichen Feliz - einen Jungen aus Angola. Drei höchst unterschiedliche Paare erleben eine nächtliche Odyssee - dreimal Leben pur, in der aufregendsten Metropole Deutschlands - in Berlin.

 

Eintritt: 6,00 Euro, Mitglieder: 3,00 Euro

 

Filmtrailer

 

 

 


Sprachcafe4
Montag 10. Dezember 19.30 Uhr
Sprachcafé

In zwanglosen Übungsgesprächen mit unseren Coaches frischen Sie Ihre Deutschkenntnisse auf.


Anmeldung erbeten: sprachcafe@deutschebib.de

 

Eintritt frei.


musa dagh
Dienstag 18. Dezember 10.30 Uhr
Historisches Lesecafé
Franz Werfel „Die vierzig Tage des Musa Dagh"

Die Teilnehmer des Historischen Lesecafés besprechen den historischen Roman „Die vierzig Tage des Musa Dagh" von Franz Werfel.

 

Noch immer ist es schwierig, den Völkermord an den Armeniern in den Jahren 1915 bis 1917 beim Namen zu nennen. Als Franz Werfel 1930 durch Anatolien reiste, schockierten ihn die Begegnungen mit Zeitzeugen und er begann, akribisch für einen Roman zu recherchieren. ›Die vierzig Tage des Musa Dagh‹ beschreiben das Schicksal einer armenischen Familie, die langsam ausgegrenzt und schließlich mit Waffengewalt verfolgt wird. Auf dem Heimatberg, dem Musa Dagh, leistet ihre Dorfgemeinschaft der Vertreibung Widerstand. Umsichtig und differenziert, mit einer klaren, fließenden Sprache verwandelt Werfel diese historische Katastrophe in ein eindrucksvolles Epos.

 

Eintritt frei.