Winteakad Luther
Dienstag 27. Januar 16.00 bis 17.30 Uhr
Winterakademie Recht in Zeit und Raum
Professor Dr. Eeltje Schrage - Recht und Religion: Luther und das kanonische Recht

Martin Luther hat das seinerzeit geltende kanonische Recht, einschließlich des Dekrets Gratians, scharf kritisiert. Seine Kritik am kanonischen Recht ist jedoch keine Kritik am juristischen Betrieb, sondern religiös zu begründen. Luther mischt sich nicht in rein recht­liche Fragen ein; er lässt den Juristen auf privat- und prozessrechtlichem Gebiet im Allgemeinen und in kirchenrechtlichen Fragen im Besonderen freie Hand. Wenn er Aussagen des Kirchenrechts brauchbar findet, verwendet er das kanonische Recht als Autorität ebenso wie andere Autoritäten. Wenn nicht, verwirft er die Auffassungen der Juristen, und zwar in schroffer Sprache. Luther hat die religiöse Bedeutung und Geltung des kanonischen Rechts untersucht und spitzzüngig auf die Unter­schiede hingewiesen.

Eltjo Schrage war Professor für Zivilrecht ( UvA) und Rechtsgeschichte (VU) und ist Experte für mittelalterliches Recht. Er hat sich besonders in die Themen Recht und Kunst sowie Recht und Religion vertieft.


Eintritt Winterakademie: € 10,00 je Vortrag. Gesamte Reihe: € 27,00.
Wir bitten um Anmeldung durch Überweisung des Eintrittspreises auf Konto Nr. NL14 RABO 0143 2353 38. Falls Sie sich nicht für die gesamte Reihe anmelden, vermerken Sie bitte das Datum. 


Winterakad Gandolfini
Dienstag 20. Januar 16.00 bis 17.30 Uhr
Winterakademie Recht in Zeit und Raum
Dr. Bastiaan D. van der Velden: Recht und Kunst - Jan van Eyck (vor 1395-1441): Das Porträt von Giovanni Arnolfini und seiner Frau im rechtshistorischen Spiegel betrachtet

Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts war Brügge ein wichtiges Zentrum von Handel und Kunst in Nordeuropa. Kaufleute aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien waren dort sesshaft geworden. Die Händler aus dem norditalienischen Lucca importierten besondere Stoffe nach Brügge, verkauften Orangen und waren an komplizierten finanziellen Transaktionen beteiligt. Es war eine Hochzeit für Handel und Malerei.

In dem Porträt des Giovanni Arnolfini und seiner Frau stellt der Maler Jan van Eyck (vor 1395-1441) den Handel, die Kunst und den internationalen Charakter der Stadt Brügge dar.

Bastiaan D. van der Velden lehrt Zivilrecht an der Open Universiteit Heerlen und ist als Künstler in Frankreich, Belgien und den Niederlanden aktiv.


Film Kohlhaas
Donnerstag 15. Januar 20.00 Uhr
Filmabend mit Gespräch
Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel
in der Regie von Aron Lehmann (2012)

Tief in der bayrischen Provinz entsteht das Historiendrama "Kohlhaas". Doch schon am ersten Drehtag platzt die Finanzierung. Statt eines mächtigen Epos, das mit Kostümen und aufwändigen Kulissen beeindrucken sollte, kämpfen nun erwachsene Männer mit selbst gehäkelten Kettenhemden und verschlissenen Anzügen in einer zerfallenen Burgruine und bekriegen sich gegenseitig mit imaginären Schwertern, Pistolen und Handgranaten. Verbissen kämpft Regisseur Lehmann (Robert Gwisdek) um eine Vision, der die Mittel entzogen wurden. Allein die Wahrhaftigkeit des Spiels seiner Darsteller und die Fantasie der Zuschauer sollen nun genügen, um dem Film Glaubwürdigkeit zu verleihen


Winterakad Savigny
Dienstag 13. Januar 16.00 bis 17.30 Uhr
Winterakademie Recht in Zeit und Raum
Dr. Viola Heutger: Recht über die Grenzen hinweg - Gedankenaustausch anhand der Briefwechsel zwischen Friedrich Carl von Savigny und niederländischen Staatsrechtlern, Dichterjuristen und Politikern

Friedrich Carl von Savigny (1779-1861) hat die Rechtswissenschaft bis heute geprägt. Sein Einfluss ist nicht auf Deutschland beschränkt geblieben; auch in Holland erregten seine Ideen Interesse. Ein reger Briefwechsel zwischen Savigny und vielen niederländischen und belgischen Juristen ist nachweisbar. Die holländischen Gelehrten liehen sich die Schriften Savignys untereinander aus, erhielten sie zum Teil von Savigny selbst oder erbaten bestimmte Werke von deutschen Kollegen. Einige Themen und Personen tauchen in der Presse immer wieder im Zusammenhang mit dem Namen Friedrich Carl von Savigny auf. Sein Name ist eng verbunden mit dem des niederländischen Staatsrechtlers Thorbecke, des Politikers Groen van Prinsterer und des Dichterjuristen Bilderdijk sowie der Juristen Tydeman und Holtius und vieler anderer.

Dr. Viola Heutger lehrt Rechtsgeschichte an der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul. Als Rechtsvergleicherin schaut sie gerne zurück in die Geschichte.


Dienstag 6. Januar 10.30 bis 11.45 Uhr
Literaturcafé
Im Literaturcafé wird „Kruso", der neue Roman von Lutz Seiler besprochen, der in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis erhielt.

Nachtla rm
Donnerstag 11. Dezember 20.00 Uhr
Filmabend mit Gespräch
Nachtlärm (2012)

Nach dem Buch von Martin Suter
In der Regie von Christoph Schaub

Einführung: Christian Schneider

Ein Gaunerpaar, zwei verzweifelte Eltern und ein kleines Kind auf der Autobahn: Erfolgsautor Martin Suter entwickelt in „Nachtlärm“ ein Ehepsychogramm mit Drive. Und eine durchaus komische Reminiszenz ans wilde amerikanische Actionkino. Showdown im Frühnebel inklusive 



Foto Kindervorlesen
Samstag 22. November 10.30 - 12.00 Uhr
Vorlesen für Kinder
Vorlesen für Kinder im Alter von 4 bis 7 Jahren. Wir freuen uns auf viele Eltern und Großeltern mit Kindern und Enkelkindern.

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Donnerstag 20. November 20.00 Uhr
Der Schweizer Autor Peter Stamm liest aus „Nacht ist der Tag“
Autorenlesung mit Gespräch
Gesprächsleitung: Gabriele de Koning


Diese Veranstaltung findet in der Schweizerischen Botschaft, Lange Voorhout, Den Haag statt. Der Eintritt ist frei.
Wir bitten um Anmeldung unter Telefonnummer 070 3559762 oder
„Nicht erst seit seiner Nominierung für den Man Booker Prize International im Frühjahr gehört Peter Stamm zu den auch im Ausland erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren. Er hat sich mit seinen Büchern über Menschen in Lebenskrisen ein riesiges Publikum erschrieben. Sein neuer Roman „Nacht ist der Tag“ erzählt von einer Frau, die ihr Gesicht verlieren muss, um sich wiederfinden zu können.

Hier sehen Sie Denis Scheck im Gespräch mit dem Autor:
Es gibt einen Büchertisch. Nach der Lesung signiert der Autor.
In Zusammenarbeit mit der Stichting C&K.

 

 

 


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