Programm

Kino Klub Goethe 45
Donnerstag 2. April
A B G E S A G T !

Kino Klub Goethe
"Berlin um die Ecke"

DDR 1964 | 86 Minuten | Regie: Gerhard Klein |
Mit Dieter Mann und Monika Gabriel

Junge Arbeiter in einem Berliner Metallbetrieb Mitte der 1960er Jahre. Vieles im Betrieblichen stört sie, doch niemand nimmt ihre kritischen Äußerungen wahr, auch nicht der alte Meister, der will, dass ordentlich gearbeitet und nichts verschwendet wird. Mit ihm können auch die jungen Kollegen offen reden. Und da gibt es noch die Liebesgeschichte zwischen Olaf (Dieter Mann) und der verheirateten Karin (Monika Gabriel), die sich gerade von ihrem Mann trennt. Der alte Paul Krautmann (Erwin Geschonneck) bricht eines Tages im Betrieb tot zusammen. Jetzt tritt ein etwas fanatischer Altkommunist, Redakteur der Betriebszeitung, auf den Plan, der rigide an den Jungen herumkritisiert. Olaf fühlt sich von ihm so gekränkt, dass er ihm eines Abends im Hausflur auflauert und ihn verprügelt. Das wird merkwürdigerweise der Beginn einer Annäherung.

Nur lose sind Szenen und Handlungsstränge miteinander verbunden zu einem Filmessay von eigenwilliger Schönheit. Als im Dezember 1965 die ersten Plenumsfilme verboten wurden, liefen für Berlin um die Ecke gerade die letzten Dreharbeiten. Im Frühjahr 1966, nach dem Rohschnitt, geriet auch dieser Film in die Kritik. Vorgeworfen wurde den Autoren unter anderem, sie hätten einen Generationenkonflikt als gesetzmäßig und unüberbrückbar dargestellt, vorhandene Probleme im Produktionsalltag übertrieben und entstellt und die sozialistische Wirklichkeit unfreundlich und trist gezeichnet. Der Film wurde verboten und blieb Fragment. 1987 wurde er – noch in der DDR – in einer Rohschnittfassung erstmals aufgeführt, bevor er 1990 fertiggestellt werden konnte.

 

Deutsch mit deutschen Untertiteln.

Einführung: Sabine Wolff

Eintritt: 6,00 Euro, Freunde des Literaturhauses: 3,00 Euro.

Filmtrailer


Sprachcafe45
Montag 6. April
A B G E S A G T !

Sprachcafé

Sie wollten schon immer Ihr Deutsch verbessern? In zwanglosen Übungsgesprächen mit unseren Coaches frischen Sie Ihre Deutschkenntnisse auf.

 

Das Sprachcafé bietet Ihnen die Möglichkeit, ungezwungen im Gespräch mit Muttersprachlern die Sprache zu erlernen. Keine Unterrichtsstunden, keine Hausaufgaben, einfach vorbeikommen und mitmachen!

Anmeldung erbeten: sprachcafe@deutschebib.de

Eintritt für Freunde des Literaturhauses frei.


Literaturcafe55
Dienstag 7. April
A B G E S A G T !

Literaturcafé
Kurt Tucholsky "Schloß Gripsholm"

Wir besprechen Tucholskys heiter-melancholische Liebesgeschichte aus dem Jahr 1931.

 

Unnachahmlich graziös und amüsant erzählt, schwebend wie ein Schmetterling und sonnendurchflutet wie der Sommer selbst. Seit seinem Erscheinen 1931 haben sich Liebende dieses heitermelancholische Buch voller verliebter Torheiten und Verzauberungen immer wieder geschenkt. Hans Traxler hat Tucholskys Geschichte mit 60 Bildern im Geist der frühen Dreißigerjahre illustriert.

 

Eintritt für Freunde des Literaturhauses frei.


Historisches Lesecafe 32
Dienstag 21. April
A B G E S A G T !

Historisches Lesecafé
Heinrich Mann: "Margot - Die Bartholomäusnacht"

Wir besprechen Heinrich Manns historischen Roman.

 

Die Nacht zum 24. August 1572 war eine Nacht des Terrors. Katharina von Medici ließ in Paris 2000 Hugenotten ermorden, in den folgenden Wochen wurden weitere 20.000 umgebracht. Heinrich Mann beschreibt in seinem historischen Roman, den er Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verfasst hat, das korrupte, von Intrigen und Machtkämpfen beherrschte Hofleben: Anspielungen auf die Gegenwart Heinrich Manns, auf das nationalsozialistische Terrorregime sind deutlich erkennbar. "Margot", ein Kapitel aus der Lebensgeschichte des Königs Henri IV., ist ein Aufruf zur Menschlichkeit, die dem Terror gegenübergestellt wird. Heinrich Mann wollte in einer Zeit des Krieges und des Exils, "dass Deutsch und Französisch sich dies eine Mal durchdrängen. Davon erhoffte ich immer das beste für die Welt."

 

Eintritt für Freunde des Literaturhauses frei.


cwp01602
Samstag 25. April
A B G E S A G T !

Kunstführung
"Breitner vs. Israels - Freunde und Rivalen"

Deutschsprachige Führung durch die aktuelle Ausstellung im Kunstmuseum Den Haag

 

Im Frühjahr 1892 stand Isaac Israels (1865-1934) bei einem Kunsthändler in Amsterdam einem wunderschönen Blick auf die Stadt im Schnee gegenüber. Es war ein Gemälde von George Hendrik Breitner (1857-1923) und es machte einen verheerenden Eindruck auf ihn. "Ich dachte, ich sollte mit dem Malen aufhören, du kannst nicht gegen solche Arbeiten malen", schreibt Israels an einen Freund. Kurz zuvor waren die Rollen vertauscht worden. Breitner, sieben Jahre älter als Israels, musste eifersüchtig zusehen, wie das Wunderkind Isaac im Alter von 16 Jahren in die Kunstwelt eintrat. Jozef Israëls' Sohn gilt als Kronprinz der niederländischen Malerei. Aber Israels hatte das Bedürfnis, aus dem Schatten seines berühmten Vaters herauszutreten, mit dem er immer im gleichen Atemzug erwähnt wurde. Und auch Breitner, der ständig gegen seine eigenen Unsicherheiten kämpfte, suchte nach seinem eigenen Weg.

 

Die gegenseitige Rivalität zwischen diesen beiden Malern führte zu jahrelangen Spannungen. Breitner und Israels haben sich im Laufe ihrer Karriere gegenseitig bewundert, beneidet und inspiriert. Dank dieser jahrelangen Konkurrenz haben sie das Beste aus einander herausgeholt. Mit der Ausstellung Breitner vs Israels - Freunde und Rivalen wirft das Kunstmuseum Den Haag zum ersten Mal in der Kunstgeschichte einen detaillierten Blick auf die beiden Maler - im Rahmen eines künstlerischen Boxkampfs.

 

Teilnahmegebühr: 6,00 Euro, 

zuzüglich Museumseintritt 16,00 Euro / Museumskaart frei

Anmeldung erforderlich: http://freunde.deutsche-bibliothek.nl/veranstaltungsanmeldungen/

 

Foto: George Hendrik Breitner, Drie schoolmeisjes op de brug bij de Westermarkt, ca. 1895, olieverf op paneel, 24,5 x 32,5 cm, particuliere collectie / Kunstmuseum Den Haag


Philosophiecafe24
Mittwoch 29. April
A B G E S A G T !

Philosophiecafé
Wolfram Eilenberger "Zeit der Zauberer - Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919-1929" (4)

 

Dieses Frühjahr lesen wir zusammen in einer vierteiligen Reihe das spannende und viel diskutierte Buch "Zeit der Zauberer - Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919-1929" von Wolfram Eilenberger. Dieses als Ideenroman oder auchh erzählte Philosophiegeschichte zu bezeichnende Bich betrachtet die große philosophische Denkexplosion während der Weimarer Republik. Namensgeber des Buches sind die vier "Zauberer" - die Philosophen Ludwig Wittgenstein, Ernst Cassirer, Martin Heidegger und Walter Benjamin.
 
Moderatoren: Drewes Hielema und Erik de Gier
 
Eintritt für Freunde des Literaturhauses frei.
 
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erbeten: http://freunde.deutsche-bibliothek.nl/veranstaltungsanmeldungen/
 

Nach der Anmeldung erhalten Sie nähere Informationen, welche Kapitel besprochen werden.


Kino Klub Goethe 46
Donnerstag 7. Mai 19.30 Uhr
ABGESAGT: Kino Klub Goethe
"Beethoven - Tage aus meinem Leben"

DDR 1976 | 108 Minuten | Regie: Horst Seemann |
Mit Donatas Banionis und Stefan Lisewski


Künstlerbiografie, die verschiedene Episoden aus dem Leben Ludwig van Beethovens aus den Wiener Jahren von 1813 bis 1819 zeigt. Beethoven (Donatas Banionis) befindet sich auf dem Höhepunkt seines Ruhms, doch leidet schwer unter privaten Problemen: Er ist in finanzieller Not, und seine Brüder Johann (Stefan Lisewski) und Karl (Hans Teuscher) bevormunden ihn deshalb ständig. Außerdem wird er wegen seiner demokratischen Gesinnung von der Geheimpolizei beschattet. Besonders zu schaffen macht ihm seine unaufhaltsam zunehmende Taubheit, die ihn mehr und mehr von seiner Umgebung isoliert. Doch seine Vereinsamung und sein Leiden können seine schöpferische Kraft nicht brechen. Er sammelt Ideen für ein neues großes Werk: Seine berühmte 9. Sinfonie entsteht.

 

Deutsch mit deutschen Untertiteln.

Einführung: Sabine Wolff

Eintritt: 6,00 Euro, Freunde des Literaturhauses: 3,00 Euro.

Lesecafé und Ausleihe sind an diesem Abend zwischen 18.30 und 19.30 Uhr geöffnet.


Saal
Samstag 9. Mai 18.00 Uhr
ABGESAGT: Mord und Totschlag im Literaturhaus
Krimi-Workshop / Autorenlesung von Ralf Gebhardt

Einführung und Moderation der Lesung:
Christian Schneider

Im ersten Teil der Veranstaltung werden Ralf Gebhardt und Christian Schneider einen Krimi-Workshop veranstalten, während dem die beiden erfahrenen Krimiautoren mit dem Publikum einen Plot entwickeln werden, der sich um die Ermordung eines prominenten Mitglieds des deutschsprachigen Kulturkreises in Den Haag drehen wird. Nutzen Sie die Gelegenheit und helfen Sie mit, einen spannenden Kriminalfall aus der Taufe zu heben.

 

Während eines kleinen Imbiss stärken wir uns von unserem Mordfall und hören anschließend die spannende Lesung des halleschen Thrillerautors Ralf Gebhardt und seinem Kriminalhauptkommissar Richard Störmer. Dieser wird in seinem dritten Fall „Ich schenke dir die Angst“ aus seiner regionalen Welt gerissen, als gleichzeitig seine Freundin Magdalena, seine Tochter Verena und zwei Autorinnen verschwinden. Alle haben auf der Leipziger Buchmesse eine Lesung besucht. Gleichzeitig versuchen betrügerische Investmentbanker bei mehreren Großbanken, Brokern und Hedgefonds zuzuschlagen: Sie manipulieren Kurse mit gigantischen Summen und setzen auf einen folgenschweren Verfall des Euro. Als wäre das nicht genug, suchen die Banker als Erben einer mächtigen DDR-Seilschaft der Partei und Staatssicherheit gleichzeitig nach einem Goldschatz aus DDR-Beständen, der in den alten Bergwerksschächten des Mansfelder Landes vermutet wird. Für Störmer geht es bald schon um mehr als das eigene Leben.

 

Eintritt: 10,00 Euro, Freunde des Literaturhauses: 5,00 Euro

 

Anmeldung erforderlich: http://freunde.deutsche-bibliothek.nl/veranstaltungsanmeldungen/


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