Geschichtsvortrag am 22.11.: Ingrid Laurien "Weltende"

Am Donnerstag, den 22. November 2018 hält Dr. Ingrid Laurien den Geschichtsvortrag "Weltende: Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Gründung der Republik - zum Lebensgefühl in Deutschland um 1918". Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

 

Das Ende des Ersten Weltkriegs 1918 war eine der großen Zäsuren der europäischen Geschichte. Die Landkarte wurde völlig neu geordnet. Dennoch gab es auch Kontinuität. Die "Moderne" hatte sich bereits in der letzten Phase des Kaiserreichs herausgebildet, im Bewusstsein, eine neue Welt, einen "neuen Menschen" zu schaffen. Auf das "Augusterlebnis" 1914 folgte bald Ernüchterung. Die hohen Erwartungen der Deutschen an den Frieden führten 1918 zur Weigerung, ihre Situation realistisch zu sehen. Die neue Republik blieb eine "Republik der Außenseiter" (Peter Gay). Wirtschaftskrise, Entstehung einer neuen Massenkultur, das Aufkommen neuer sozialer Schichten veränderten in den Augen der verunsicherten Zeitgenossen die Welt bis zur Unkenntlichkeit. Dennoch begann 1918 eine zwar krisenhafte, aber außerordentlich fruchtbare Epoche, von deren kultureller und sozialer Kreativität wir noch heute zehren.

 

Grundlage des Vortrags bilden literarische Texte, aber auch Bestseller der Massenkultur.

 

Moderation: Sabine Wolff

 

Eintritt: 6,00 Euro, Mitglieder: 3,00 Euro

 

Foto: Pixabay (https://pixabay.com)


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