Film- und Diskussionsabend über die Weimarer Republik (ausgebucht)

Nach dem jüngsten Vortrag im Literaturhaus zum Thema „Weltende“, der neben einer Schilderung des Endes des Ersten Weltkriegs bereits auch auf die Anfänge der Weimarer Republik einging, soll dieser Film- und Diskussionsabend deutlich machen, wie einfach man eine Republik auch wieder verspielen kann. Im Mittelpunkt steht der Film „Haus Vaterland – Eine Zeitrevue aus der Revuezeit in Berlin um 1930“ (1978, 75 Minuten). Es handelt sich hierbei um die Aufzeichnung einer Szenen- und Chansonfolge mit Musik und Texten aus den 1920er Jahren, geschrieben und komponiert von so bekannten Künstlern und Schriftstellern wie Löhner-Beda, Brecht, Ossietzky, Holländer, Mehring und vielen anderen.

 

"Haus Vaterland macht alles gründlich, Haus Vaterland gewittert stündlich!“ Das war einer der Slogans in Berlin gegen Ende der 1920er-Jahre – und für diesen Slogan gab es gute Gründe. Denn in den Gasträumen dieses Vergnügungsetablissements der Extraklasse am Potsdamer Platz war eine Vielzahl unterschiedlicher Themenrestaurants untergebracht: die Rheinterrasse mit den berühmten Wettersimulationen, ein bayerisches Bierrestaurant, ein Türkisches Café, eine Spanische Bodega, eine Japanische Teestube, eine Bremer Kombüse, eine Wild-West-Bar und vieles mehr. Sie boten allerdings nicht nur Gastronomie, sondern offerierten auch diverse musikalische und künstlerische Darbietungen, Vorführungen und Varietéprogramme. Die gigantischen Ausmaße und die luxuriöse Ausstattung des Gebäudes symbolisierten dabei Glanz und Glamour von Haus Vaterland. Doch in seiner Geschichte spiegeln sich auch die Abgründe der historischen Entwicklung Berlins und Deutschlands im 20. Jahrhundert wieder. Darüber gibt ein kurzer Dokumentarfilm (15 Minuten) Aufschluss.

 

Im Anschluss an die beiden Filme gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein gemütliches Beisammensein mit einem kleinen Borrel.

 

Einführung und Moderation: Winfried Jung

 

Eintritt frei.

 

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, daher ist eine Anmeldung erforderlich: c.schneider@deutschebib.de

 
Die maximale Teilnehmerzahl wurde erreicht, eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.

« Zurück