Erfolgreicher Start der Sommerakademie "Verbotene Bücher"

Die erste Veranstaltung der Sommerakademie 2018 zum Thema "Verbotene Bücher" am 13. Juni 2018 war mit mehr als 20 Besuchern sehr gut besucht. Der Referent, Dr. Hans Ester, stellte den Zuhörern während seines spannenden Vortrags über Franz Werfels Roman "Die vierzig Tage des Musa Dagh" die Entstehungsgeschichte und die geschichtlichen Hintergründe des 1933 erschienen Romans vor. Werfel war während seiner Reise durch den Nahen Osten 1929 in Damaskus mit Zeitzeugen des Mordes an den Armeniern in Berührung gekommen. Die jungtürkische Regie­rung fasste 1915 den Entschluss, die armenische christliche Minorität auszurotten. Werfel beschreibt das Schicksal der Armenier anhand der Erlebnisse einer armenischen Familie.

 

Die Einführung und Moderation der Veranstaltung übernahm Andrea Jost, Mitarbeiterin des Literaturhauses und Mitglied der Programmgruppe der Deutschen Bibliothek. Sie verstand es, dem Referenten durch gezielte Fragen weitere interessante Aspekte seines immensen Wissens über Werfel, den Roman sowie die historischen Hintergründe zu entlocken.

 

Die beiden weiteren Vorträge der Sommerakademie finden am 20. und 27. Juni 2018 statt.

 

20. Juni 2018, 19.30 Uhr:
Wolfgang Herrlitz: „Dort steht ja der Kästner!” Anmerkungen zur Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 und: „Kästner, Erich: alles außer: Emil”


27. Juni 2018, 19.30 Uhr:
Hub Nijssen: Verbotene Bücher in der DDR – von Huchel, Biermann, Kunze und anderen


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