Auf neuen Wegen

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Die Auswirkungen der Corona-Krise haben auch vor dem Literaturhaus Deutsche Biblio­thek Den Haag nicht halt gemacht. Als Reaktion auf die von der niederländischen Regie­rung erlassenen gesetzlichen Regelungen zur Eindämmung des Covid-19 Virus sah sich die Bibliothek veranlasst, ihre Räumlichkeiten zum Schutz ihrer Mitarbeiter und Besucher vorübergehend zu schließen.

 

Rasch wurden jedoch Maßnahmen ergriffen, um das Angebot des Literaturhauses an die neue Situation anzupassen. Dabei wurde auf neue virtuelle Formate gesetzt. In kürzester Zeit wurde ein Newsletter mit dem Titel „Eine Stunde Literatur“ entwickelt, um die Kommu­nikation mit den Freunden und Förderern des Hauses nicht abreißen zu lassen. Er er­schien in den vergangenen Monaten zweimal wöchentlich mit aktuellen Themen aus den Bereichen Literatur, Kunst, Kultur und Musik. Nach 22 Ausgaben soll die Herausgabe we­gen des großen Zuspruchs nach den Sommerferien fortgesetzt werden.

 

Mit dem virtuellen Sprachcafé hat das Literaturhaus ein bei seinen Freunden sehr belieb­tes Angebot digitalisiert. Trafen sich die Teilnehmer sonst in den Räumlichkeiten der Biblio­thek, um ihre Deutschkenntnisse aufzufrischen oder zu erweitern, so geschah dies in den zurückliegenden Wochen über Telefon- oder Videokonferenzen.

 

Großen Anklang fand auch der neue YouTube-Kanal der Bibliothek. Über die „Literatur­haus Lichtspiele“ konnten einige Livestream-Vorführungen gezeigt werden, in denen diver­se Autoren wie der bekannte Tatort-Kommissar Andreas Hoppe, die Journalistin Kerstin Schweighöfer oder die Schriftstellerin Ute Bareiss aus ihren Werken vortrugen. Letztere befand sich während der Übertragung auf ihrem in der Karibik vor Anker liegenden Segel­boot. Unterstützt wurde die Bibliothek dabei wie auch bei anderen Aktivitäten vom Goethe-Institut Rotterdam.

 

Auch gelang es, den Kino-Klub Goethe, in dem für gewöhnlich deutschsprachige Filme ge­zeigt werden, wenn auch mit einer geringeren Zahl von Veranstaltungen fortzusetzen. Für die Filmreihe „Sommer der Freiheit“ kam eine neue Kooperation mit der Christus Triumfa­torkerk in Den Haag zustande.

 

Als die ersten Corona-Lockerungen eintraten, wurde die Bibliothek vorsichtig an zwei Ta­gen der Woche wieder geöffnet. Im Rahmen des „Bücher-Notdienstes“ ist es nun nach vorheriger Absprache möglich, bereit gestellte Bücher kontaktlos auszuleihen bzw. zurück­zugegeben.

 

Es gilt, das Virus auch weiterhin ernst zu nehmen und die notwendige Vorsicht walten zu lassen. Das Literaturhaus Deutsche Bibliothek Den Haag plant deshalb auch für die Zeit nach Corona, ihr digitales Angebot weiter auszubauen. Gegenwärtig ist sie unter www.deutschebib.de präsent. Darüber hinaus finden sich weitere Inhalte auf der Facebookseite @DeutscheBibliothekDenHaag, auf Twitter @Deutschebib sowie auf YouTube @LiteraturhausLichtspiele.

 

Ansprechpartner:

Christian Schneider, Vorstandsvorsitzender
E-Mail:
c.schneider@deutsche-bibliothek.nl


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