Bücher – Literatur – Kunst – Film – Theater – Musik
Mai
Dienstag, 7.Mai, 10.30 Uhr bis 11.45 Uhr
Literaturcafé
Buch: Lea von Pascal Mercier
Dienstag 7. Mai, 20 Uhr
Auftaktveranstaltung der Reihe Autoren aus der Schweiz”
Lesung mit Catalin Dorian Florescu aus “Jakob beschließt zu lieben“
Ort: Schweizerische Botschaft, Lange Voorhout 42, Den Haag
Catalin Dorian Florescu, geboren in Timisoara (1967) lebt seit 1982 in der Schweiz. Er ist ausgebildeter Psychologe und seit Dezember 2011 freier Schriftsteller. Für seinen fünften Roman “Jakob beschließt zu leben” erhielt er den Schweizer Buchpreis 2011. Im Jahre 2012 erhielt er den Eichendorff-Preis.
Das Buch erzählt die abenteuerliche Lebensgeschichte des Jacob Obertin aus dem schwäbischen Dorf Triebswetter im rumänischen Banat. Es ist die Geschichte von Liebe und Freundschaft, Fluch und Verrat und darüber, wie die Fähigkeit eines Menschen, zu lieben, ihn über alles hinwegretten kann. Jacobs Geschichte, die sich zwischen dem Ende der 2oer und Anfang der 50er Jahre abspielt, weitet sich zu einem Familienepos, in dem temporeich in dichten fantastischen Bildern das Schicksal der obertins über 300 Jahre hinweg erzählt wird, beginnend mit dem 30jährigen Krieg in Lothringen. In diesem zärtlichen und spannenden Buch bekommen wir auch ein Konzentrat europäischer Geschichte geboten. Das Bild einer Welt, die nicht zur Ruhe gekommen ist.
Es gibt einen Büchertisch. Nach der Lesung signiert der Autor.
Diese Veranstaltung findet mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung statt.
Eintritt frei: Um Anmeldung wird gebeten: info@deutschebib.de oder Tel. 070 3559762.
Dienstag, 14. Mai, 20.00 Uhr
Autorenlesung mit Gespräch: Douwe Draaisma
Douwe Draaisma liest aus Vergeetboek (in Deutschland unter dem Titel Buch des Vergessens. Warum Träume so schnell verloren gehen und Erinnerungen sich ständig verändern erschienen).
Gesprächsleitung: Rik Smits, Wissenschaftsjournalist
Das Vergessen ist besser als sein Ruf
Warum erinnern wir uns so schlecht an unsere Träume? Auch manches Erlebte scheint wie ausradiert – wohin sind bloß all die Erinnerungen verschwunden? Wie funktioniert Verdrängung? Warum gibt es Gedächtnistrainings, aber keine Vergessenstechnik? Diesen und anderen Fragen nähert sich der Bestsellerautor Douwe Draaisma umfassend, erhellend und unterhaltsam. Er lädt seine Leser zu einem äußerst spannenden Streifzug durch Psychologie, Philosophie und Gehirnforschung ein, die sich seit Jahrhunderten mit dem Vergessen befassen. Er erzählt von Traumprotokollen und Schlaflabors, Gehirnoperation und Patientenschicksalen. Dabei kommt er vor allem zu einem Schluss: Das Vergessen ist besser als sein Ruf.
Die Lesung und das Gespräch finden auf Niederländisch statt.
Es gibt einen Büchertisch. Nach der Lesung signiert der Autor.
Donnerstag, 16. Mai, 20.00 Uhr
Autorenlesung mit Gespräch: Thomas Geiger
Gesprächsleitung: Gabriele de Koning
Zweite Veranstaltung in unserer Reihe Aspekte zeitgenössischer Lyrik
Thomas Geiger (1960) studierte Germanistik, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und seit 1989 Mitarbeiter des Literarischen Colloquiums Berlin. Er ist Redakteur der Zeitschrift “Sprache im technischen Zeitalter”.
Thomas Geiger liest aus der von ihm herausgegebenen Anthologie Laute Verse
In Zusammenarbeit mit der Stichting Cultur & Communicatie.
Samstag, 25. Mai, 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Festliche Eröffnung unseres Lesecafés
Besucher der Bibliothek haben bereits mit unserem neu gestalteten Lesecafé Bekanntschaft schließen können, das wir dank einer großzügigen Zuwendung von Fonds1818 realisieren konnten. Nun ist es Zeit für die Einweihung, mit dem wir auch das 60-jährige Jubiläum der Deutschen Bibliothek Den Haag in diesem Jahr begehen möchten.
An diesem Samstag empfangen wir Sie mit Kaffee und Kuchen und einer Vielzahl kurzer Lesungen. Der Eintritt ist frei.
Juni
Dienstag, 4. Juni, 10.30 Uhr bis 11.45 Uhr
Literaturcafé
Buch: Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll
Dienstag 4. Juni, 20.00 Uhr
Zweite Veranstaltung in unserer Reihe Autoren aus der Schweiz”
Autorenlesung mit Peter Bieri aus Wie wollen wir leben?
Gesprächsleitung: Professor Dr. Anthonya Visser
Ort: Schweizerische Botschaft, Lange Voorhout 42, Den Haag
Ein Rationalitätsanker für alle Maniker und weniger bedrohliche Leute mit schwachen Nerven ist Peter Bieri´s Buch über das Zusammenspiel von Selbstbestimmung und Selbsterkenntnis. Aber was genau ist eigentlich Selbstbestimmung? Peter Bieri nähert sich in mehreren Anläufen dieser Grundvokabel der Aufklärung, die heute schlechterdings auch in der Autowerbung zu finden ist oder in den Prospekten von Krankenhäusern, Kantinen und Kirchen. Bieri tut das als jemand, der der Philosophie zutraut, durch Auslotung der Begriffe „zu einem umfassenden Verständnis der Welt und unserer Stellung in ihr zu gelangen, statt, wie allzu oft in der Provinz der analytischen Philosophie, nur „begriffliche Turnübungen“ zu absolvieren, „in denen man keine philosophische Motivation erkennen kann. Bieri, der selbst früher Standardwerke der analytischen Philosophie herausgegeben hat, bleibt erkennbar ihrem Niveau an gedanklicher Transparenz und Klarheit verpflichtet, seit er vor ein paar Jahren seinen Lehrstuhl an der Freien Universität Berlin gegen das Dasein als philosophischer Schriftsteller getauscht hat. Vor zehn Jahren erschien sein Bestseller „Das Handwerk der Freiheit“.
Es gibt einen Büchertisch. Nach der Lesung signiert der Autor.
Mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.
Eintritt frei: Um Anmeldung wird gebeten: info@deutschebib.de oder Tel. 070 3559762.
Donnerstag 20. Juni, 20.00 Uhr
Filmabend mit Gespräch
Die Wand, Film von Julian Roman Pölsler nach dem Roman von Marlen Haushofer
mit Martina Gedeck und „Luchs“.
Einführung Gabriele de Koning
Was bleibt übrig von einem Menschen, der gezwungen wird, ohne jegliche soziale Beziehungen zu leben? Dieser existenziellen Frage ging Marlen Haushofer in ihrem 1963 erschienenen Roman Die Wand nach. Die Vision einer vollkommenen Isolation entwickelte sich erst über die Jahrzehnte zu einem Weltbestseller. Da die Erlebnisse der Protagonistin komplett aus der Innenperspektive erzählt werden und das Szenario keinerlei Dialogmaterial anbietet, galt Die Wand fast fünfzig Jahre lang als unverfilmbar. Der österreichische Regisseur Julian Roman Pölsler hat es nun trotzdem versucht und aus dem eigenwilligen Stoff einen eindringlichen Film modelliert, der trotz des ereignisarmen Plots seine innere Spannung von Anfang bis Ende hält. Man wird langsam aber unaufhaltsam hineingezogen in die Abgeschiedenheit dieser Welt, obwohl die Icherzählerin aus dem Off in betont nüchternem Ton von ihrem Schicksal berichtet.
Donnerstag 27. Juni, ab 19.00 Uhr
Autorenlesung und Vernissage
Katja Voss liest aus ihrem Erzählband Der japanische Junge
Der japanische Junge zeichnet das stimmungsvolle poetische Bild eines Ausbruchs aus Gewohnheit und Erwartung. Der überraschende Schritt eines Jungen wird zur Metapher für Freiheit und Unverfügbarkeit von Körper und Leben.
Katja Hachenberg-Voss studierte Germanistik, Philosophie und Sozialwissenschaften und hat zahlreiche literarische und literaturkritische Schriften veröffentlicht.
Im Anschluss findet die Vernissage der Holzarbeiten von Reinhard Voss statt.
Juli
Dienstag, 2. Juli 10.30 bis 11.45 Uhr
Literaturcafé
Buch Die undankbare Fremde von Irena Brežná
Sonstige Hinweise
In der Deutschen Bibliothek selbst erhalten Sie auch immer aktuelle Informationen über andere deutschsprachige Veranstaltungen. Mittels Plakaten, Broschüren und Prospekten halten wir Sie auf dem Laufenden.