Bücher – Literatur – Kunst – Film – Theater – Musik
Herzlich willkommen auf der Webseite der Deutschen Bibliothek Den Haag

Dienstag, 6. April, 10.30 – 11.45 Uhr

Literaturcafé

Buch: Goethe: Wahlverwandtschaften

Mittwoch, 21. April, 20.00 Uhr

Film: Kirschblüte-Hanami (Doris Dörrie, 2008)

mit Elmar Wepper, Hannelore Elsner und Aya Irizuki in den Hauptrollen. Das sagt die Kritik zu diesem Film:. „Ein Werk, das wirklich zu Herzen geht. Und nie ins Peinliche abgleitet. Das ist vor allem auch den Hauptdarstellern zu verdanken, die sich hier alt und ungeschminkt zeigen: Hannelore Elsner, die man nach der ersten Stunde schmerzlich vermisst, und Elmar Wepper, den die Dörrie spät noch fürs große Kino entdeckt hat.

Donnerstag, 29. April, 20.00 Uhr

Autorenlesung und Gespräch: Matthias Prangel

Der Herbstspaziergang von A… nach B… ist ein noch unveröffentlichter Buchtext, der sich an eine West-Ost-Fußreise des Autors durch die Niederlande und Deutschland anschließt. Er ist weder Reiseführer noch sonstwie Sachbuch. In 38 im Schnitt nur jeweils vier bis fünf Seiten langen Abschnitten berichtet er vielmehr von ganz persönlichen Erfahrungen und Gedanken. Diese reichen vom Alleinsein, der Langsamkeit des Gehens, dem Hinschauen und Aufnehmen, den Eigenarten der Gegenden und Länder, Begegnungen mit Menschen bis hin zu Religiösem und natürlich Politischem. Niemand, der die gleiche Reise unternähme, unternähme dieselbe.  Jeder würde immer wieder anderes sehen und anderes in sich bewegen.  Zum Glück, wie trostlos, wenn es anders wäre.

Dienstag, 4. Mai, 10.30 – 11.45 Uhr

Literaturcafé

Buch: Titel noch nicht bekannt.

Donnerstag, 6. Mai, 20.00 Uhr

Lesung und Gespräch: Paul Beers

Paul Beers liest aus dem von ihm übersetzten Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ingeborg Bachmann (”Herzzeit”), in den Niederlanden erschienen unter dem Titel  Een dramatische liefde.

Die Liebesbeziehung zwischen den beiden bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern nach 1945 beginnt im Wien der Nachkriegszeit. Der Briefwechsel zwischen 1948 und 1961 ist ein bewegendes Zeugnis: zunächst als das Gespräch einer Liebe nach Auschwitz mit allen symptomatischen Störungen und Krisen aufgrund der so konträren Herkunft der beiden und ihrer schwer zu vereinbarenden Lebensentwürfe als Frau und als Mann und als Schreibende. Aber es ist auch ein Ringen um Freundschaft oder um wenigstens irgendeine Beziehung.

Dienstag, 11. Mai, 20.00 Uhr

Film: Wolfsburg (Regie: Christian Petzold)


Der Film erhielt auf der Berlinale 2003 den Preis der internationalen Filmkritik. Auf einem asphaltierten Feldweg, der den Einheimischen als Abkürzung nach Wolfsburg dient, überfährt der Autohändler Phillip Wagner während eines telefonisch mit seiner Verlobten geführten Streits ein Kind. Er sieht den Körper des Jungen im Rückspiegel. Zögert. Bremst. Aber er steigt nicht aus. Phillip Wagner bleibt in seinem Leben. Er fährt weiter. Er begeht Fahrerflucht. Das Beste an Christian Petzolds zweitem großen Film ist, dass der seine Zuschauer ernst nimmt, es nichts Überflüssiges in dem Film zu geben scheint, nur weil die Produktion dem Zuschauer nichts zutraut. Wolfsburg ist kein einfacher Film, aber schon etwas Besonderes.

Donnerstag, 20. Mai, 20.00 Uhr

Autorenlesung und Gespräch:

Dietmar Kammerer liest aus dem Buch Bilder der Überwachung.

Moderation: Dr. Christoph Sauer, Medien- und Kommunikationswissenschaftler, RU Groningen

Hinter Ihnen geht einer, hinter Ihnen steht einer, drehn Sie sich nicht um! Früher ein witziger Schlager, im 21. Jahrhundert Wirklichkeit. Stellen Sie sich vor, Sie gehen nachts an einer roten Ampel über die menschenleere Straße und bekommen Tage später anhand Ihrer Handy-Positionsdaten einen Buß-geldbescheid. Wir werden im öffentlichen Raum und auch in unsere Privatsphäre unaufhörlich beobachtet und gefilmt. Angeblich zu unserer eigenen Sicherheit. In seiner 2008 in der Edition Suhrkamp erschienen kulturwissenschaftlichen Studie über Videoüberwachung und ihre medialen Repräsentationen führt uns der Autor von 1667, als der »Sonnenkönig« Louis XIV. die Straßenbeleuchtung zentralisieren ließ, bis in die Gegenwart, in der gesichtserkennende Systeme Täter aus der Menge fischen sollen, Bürgerrechtler zur Überwachung der Überwacher aufrufen und Passanten vor echten Videokameras falsches Theater spielen

Dienstag, 8. Juni, 10.30 – 11.45 Uhr

Literaturcafé

Buch: Titel noch nicht bekannt.

Donnerstag, 17. Juni, 20.00 Uhr

Film: Tannöd (Regie: Bernd Eichinger)

Einer der letzten Filme mit Monika Bleibtreu. Das titelgebende “Tannöd” steht für Hinterkaifeck, den Weiler dieses Namens gibt es nicht mehr. Einst stand hier, nahe Schrobenhausen, ein Einödhof, der es zu grausiger Bekanntheit brachte. Wegen des sechsfachen Mordes, der sich hier 1922 ereignete. Eine Bauernfamilie nebst Magd wurde mit einer Spitzhacke ausgelöscht – vom Täter fehlt bis heute jede Spur. Da wundert es nicht, dass zum Thema viel recherchiert und geschrieben wurde, zum Beispiel von Andrea Maria Schenkel, die für ihren Roman 2007 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde.

Hinweis auf eine Veranstaltung in der Deutschen Internationalen Schule Den Haag – 20. April, 18.30 Uhr

Thomas Glavinic¸ der als freier Schriftsteller in Wien liebt und dem in diesem Jahr der Literaturwettbewerb der Schule gewidmet war, liest im Rahmen der Preisverleihung aus seinem Werk.

Eintritt: frei. Van Bleiswijkstraat 125 (Statenkwartier) (Tram Linie 1, Haltestelle World Forum Noord).

Sonstige Hinweise

In der Deutschen Bibliothek selbst erhalten Sie auch immer aktuelle Informationen über andere deutschsprachige Veranstaltungen. Mittels Plakate, Broschüren und Prospekte halten wir Sie auf dem Laufenden.


Das Veranstaltungsprogramm der Deutschen Bibliothek Den Haag finanziert sich zum größten Teil aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland

Soweit keine Preise vermerkt sind hier oben: Zugang für Mitglieder der Deutschen Bibliothek frei; für Gäste € 5.00; für Schüler und Studenten € 2.00. Das Literaturcafé ist gratis.